Der Vorstand des Schweizerischen Bankpersonalverbandes SBPV lehnt die Vollgeld-Initiative ab

20. April 2018

Der Vorstand SBPV lehnt die Vollgeld-Initiative einstimmig ab, da sie mit zu vielen Unsicherheiten für den Finanzplatz Schweiz und auch für die Arbeitsstellen verbunden ist. Er stellt sich insbesondere gegen die Idee, Versuchskaninchen für ein soziologisch zwar spannendes, wirtschaftlich aber gefährliches Experiment zu sein.

Der Vorstand SBPV begrüsst hingegen die durch die Initiative ausgelöste Diskussion um die Notwendigkeit einer Stabilisierung des Finanzsystems und über die Rollen der unterschiedlichen Akteure in der Schweizer Wirtschaft.

Die Verantwortlichkeiten, die durch die Initiative aufgemischt würden, können nicht einfach so vom Tisch gefegt werden und würden eine breite gesellschaftliche Debatte bedingen, an welcher alle Akteure mitreden müssten: Kunden, Mitarbeitende, Staat und die Finanzinstitute.

Der Paradigmenwechsel, der durch die Initiative vorgestellt wird, muss als Konsequenz aus einer solchen Debatte herausfliessen, damit er durch die Öffentlichkeit und den Wirtschaftsverantwortlichen getragen würde, speziell unter dem Gesichtspunkt, dass es ja bisher keine Vergleichsbeispiele gibt.

Als Interessenvertreter der Angestellten im Finanzbereich und als Sozialpartner der Banken wiedersetzt sich der SBPV diesem Projekt wegen ungenügender Information zu den Konsequenzen für die Öffentlichkeit und für die Arbeitsplätze.

Der SBPV ruft speziell die Finanzinstitute und deren Organe dazu auf, sich mit der nötigen Aufmerksamkeit der Diskussion zu stellen und einen sozial transparenten Dialog über den Finanzplatz Schweiz und die unterschiedlichen Erwartungen der einzelnen Akteure einzuleiten.

Für mehr Informationen:

Denise Chervet, Geschäftsführerin, Telefon 079 408 92 40